Kursprognosen

Jahresausblicke, Kursprognosen und Trade-Rückblick

Lieber Leser,

ein frohes neues Jahr wünsche ich Ihnen. Das Jahr 2016 ist nun vorbei und wie so immer sind die Medien voll von Jahresausblicken und Kursprognosen auf das Neue. Auch wenn ich die meisten davon für Humbug halte, gibt es in einigen davon auch etwas sinnvolles. Nämlich bieten Jahresausblicke so etwas wie eine Zusammenfassung auf die kommenden Ereignisse und helfen bei der eigenen Entscheidungsfindung, egal ob man langfristiger Anleger ist oder aktives Trade-Management betreibt. Grundsätzlich sollten Sie um Jahresausblicke, die reine Kursprognosen beschreiben, einen Bogen machen. Der einzige Sinn solcher Ausblicke, ist das Füllen von Portalen mit Content. Ich habe daher zwei, aus meiner Sicht sinnvolle Ausblicke herausgesucht, die Ihnen einen guten Überblick über das kommende Jahr verschaffen sollten.

Wellenreiter Jahresausblick 2017

LPL-Financial Research Outlook 2017

Dabei ist der Wellenreiter Ausblick zwar nicht kostenfrei, allerdings mit 39,00 €, recht günstig. Der LPL-Outlook ist kostenfrei und bietet, meiner Meinung nach, einen immensen aber gut zusammengefassten Input an Infos zum kommenden Jahr. Nur ist er in englischer Sprache.

Trade-Rückblick 2016

Ein Trade-Rückblick darf mit Beginn des neuen Jahres nicht fehlen. Neben den gängigen Index- sowie Rohstofftrades, die ich in diesem Jahr getätigt habe, steige ich nun langsam in das Segment Einzelwertehandel ein.  Dazu aber im Laufe des Jahres mehr. Folgend eine kurze Zusammenfassung der getätigten und teilweise hier diskutierten Trades in 2016. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in das neue Jahr und viel Erfolg an den Märkten.

Ausführung Wert
KAUF: 03.02.2016
VERKAUF: 24.05.2016
XAUUSD ( + 7,98 % )
KAUF: 31.05.2016
TEILVERKAUF: 24.06.2016*
VERKAUF: 11.07.2016
S&P500 E-Mini Index Future Teilverkauf: 24.06.2016 ( -4,11 % ) Verkauf: 11.07.2016 ( -0,066 % )
KAUF: 05.10.2016
VERKAUF: 09.11.2016*
US Treasuries T-Note Short Future ( -0,015 % )
KAUF: 14.11.2016 Nikkei 225 Index Mini-Future ( + 8,02 % )
Erläuterungen: In Klammern jeweils die Performance des Basiswertes seit Kauf/Verkauf
*Trotz der richtig prognostizierten Richtungen im S&P 500 Index
sowie den 10-jährigen US-Treasuries, waren die Trades über die Futures mit einem Hebel versehen
und mussten im Zuge der hohen Volatilität um die Ereignisse Brexit-Referendum und US-Wahlen
zwecks Risikobegrenzung geschlossen werden. Hinweis: Mit teilweise ungehebelten, von mir
vorgestellten Produkten, würden die Trades weiterhin positiv performen.

David Iusow

Marktupdate Nr. 1- US-Aktien, US-Anleihen und Nikkei-Trade

Liebe Leser,

einige Zeit ist seit dem letzten Blog-Beitrag vergangen und Sie fragen sich bestimmt, ob der Typ das Trading nach dem Trump-Debakel aufgegeben hat? Natürlich nicht. Im Grunde genommen verlief für mich einiges im Sinne der beiden letzten Trades enttäuschend, jedoch kaum verlustreich und darauf kommt es an, wenn man mit einem Hebel unterwegs ist. Wer keinen Hebel einsetzt, ist in solch einem unsicheren Umfeld klar im Vorteil. Was die Richtung an den Märkten angeht, so habe ich einige Male in diesem Jahr die richtigen Denkanstöße gegeben. Gold, US-Aktien sowie US-Anleihen. Zugegeben, in diesem Jahr war es nicht besonders schwer das richtige zu treffen, denn so gut wie alles stieg, abgesehen von dem Aktienmarkt-Crash zu Beginn des Jahres.

Dennoch, bis auf Gold, tendieren die Märkte aktuell, in die von mir prognostizierte Richtung. Interessant ist vor allem, dass seit dem krassen US-Anleihen Verfall plötzlich alle von einer Trendwende, einem neuen möglichen Zyklus bei Anleiherenditen sprechen. Wer meine Beiträge regelmäßig liest, sollte sich daran erinnern, dass ich auf diese Möglichkeit bereits vor ein Paar Monaten über eine Verlinkung zu einer Analyse von Wellenreiter-Invest hingewiesen habe. Das soll natürlich nicht heißen, dass wir jetzt eine echte Trendwende haben, allerdings ist es ein gutes Beispiel dafür, dass der Großteil der Medien nur auf das reagieren kann, was gerade passiert.

Mich wundert es daher kaum, dass Medien für ihre Berichterstattung der US-Wahlen von allen Seiten auf den Deckel bekommen. Dabei sind die Medien nicht per se schuld oder schlecht in der Berichterstattung. Ich persönlich denke, es hapert einfach oft an Kapazitäten um über alles und jeden berichten zu können, der mit dem Thema im Zusammenhang steht. Wobei im Falle mancher Verlage das dann doch fraglich ist. Wenn ich z.B. sehe wie das Handelsblatt sich vor jedem Event (London, Washington D.C.) mit einem zig-Mann/Frau- starken Team vor Ort brüstet, dann stellt sich für mich die Frage, ob man ein paar von den Reportern auch nicht hätte aufs Land schicken können, zu den Leuten, die Trump tatsächlich gewählt haben?

US-Aktien

Wie geht also nun weiter an den Märkten? Sehe ich Entwicklungen genauso voranschreiten wie vor Trump? Also US-Aktien weiter hoch, US-Anleihen weiter runter? Ich muss ehrlich sein, aktuell sind mir die US-Aktien-Märkte einen Tick zu euphorisch. Das bullishe Sentiment steigt wieder seit Langem deutlich und das ist kein so gutes Zeichen für Aktien, zumal der US-Dollar als hauptsächlicher Belastungsfaktor der letzten beiden Jahre wieder mit voller Breitseite da ist. Ja, der US-Dollar- Einfluß ist geringer geworden und belastet hauptsächlich die Big Player, deshalb sind Nebenwerte am heiss laufen und Technologie-Werte eher schwach auf der Brust.

Zusätzlich sind Nebenwerte aufgrund der geplanten Maßnahmen zur Förderung der heimisch tätigen US-Unternehmen interessanter geworden. Ich halte es durchaus für sinnvoll, hier etwas Stockpicking zu betreiben und auf Einzelwerte zu setzen. In der Betrachtung des Gesamtmarktes, bleibe ich allerdings skeptisch, denn ich habe den Eindruck, hier werden nun vehement Positionen aufgebaut, um bloß nicht zu spät zu sein. Jedoch, was passiert, wenn nun die ersten ungeduldigen eingestiegen sind? Richtig, der Markt korrigiert, weil keiner mehr da ist und eröffnet somit neue Chancen für die geduldigen. Ich hoffe in diesem Fall zu den letzteren zu gehören. Kann sein, dass ich Pech habe.

Vielleicht haben Sie schon bemerkt, dass das Chart der Woche bereits seit einigen Wochen unverändert ist. Es handelt sich dabei um den japanischen Nikkei225 Index. Ich habe das Chart bewusst nicht verändert, damit Sie sehen, dass man auf der Webseite Trading-Ideen auch außerhalb der Beiträge bekommen kann. Im Nikkei habe ich im Gegensatz zur US-Wahl eindeutig korrekt und schnell reagiert, wie es zum gegebenen Zeitpunkt aussieht, indem ich eine Long-Position aufgebaut habe. Der Einstiegskurs lag bei 17617 Pkt.  Meiner Meinung nach sprechen, neben dem wieder fallenden japanischen Yen, einige andere Faktoren für zumindest kurz-bis mittelfristig steigende Aktienkurse in Japan. Die alle aufzuzählen, würde allerdings den Rahmen des Beitrages sprengen. Einen interessanten Beitrag dazu hat auch Lars von Investorsinside veröffentlicht: Japan probt den Ausbruch

US-Anleihen

Komme ich zurück zu den Märkten und zwar zu den US-Anleihemärkten und meinen Erwartungen daran. Wenn ich revidiere, warum ich diese zuvor shorten wollte, dann war ein Faktor darunter die Entscheidung der EZB und die Bank of Japan. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die EZB bald wieder extrem lockere Maßnahmen auffährt, was dazu führen würde, dass die Renditen für Anleihen in der EU weiterhin auf niedrigem Niveau verbleiben. Das wiederum dürfte auch US-Anleiherenditen beim Anstieg früher oder später bremsen.

Dennoch, Erwartungen an weitere Maßnahmen scheinen sich aktuell trotzdem weitestgehend zu manifestieren. Daher fallen die Renditen für kurzfristige Anleihen aus Deutschland und der Spread zwischen deutschen und US-Anleiherenditen weitet sich immer weiter aus. Wie die EZB tatsächlich verfährt, steht in den Sternen. Sollte sie jedoch alle Register ziehen und die Geldpolitik weiter lockern, so könnte dieser Einfluß letztendlich auch den neuen möglichen, oben genannten nach oben gerichteten Zyklus bei den Anleiherenditen vorerst bremsen. „Vorerst“ schreibe ich bewusst, denn unendlich kann und wird die EZB nicht feuern, es sei denn die EU-Krise bricht wieder aus oder Trump fährt die Weltwirtschaft an die Wand. Wer also eher langfristig denkt, der hätte meiner Meinung nach viele Gründe um davon auszugehen, dass die Zinsen in den nächsten zehn Jahren weiter steigen werden.

Lange Rede kurzer Sinn, könnte der aktuelle steigende Trend bei den US-Anleiherenditen vorerst weiter gehen, weil der US-Markt mit den Erwartungen an eine höhere Inflation den größten Einfluß hat. Jedoch nicht über das zyklische letzte Hoch im 30-jährigen Abwärtstrend hinaus, solange die EZB und die Bank of Japan nicht mitziehen. Das alles versteht sich unter Berücksichtigung der aktuellen Marktlage, die sich bekanntlich sehr rasch verändern kann. Nehmen wir z.B. an, Trump ändert seine Meinung bezüglich einiger Maßnahmen, was dann? Im zweiten Teil des Marktupates gehe ich auf Rohstoffe, vorrangig Gold und Öl ein, sowie den EURUSD-Kurs.

Damit viel Erfolg!

David Iusow

CHART DER WOCHE (klick mich)

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@zerohedge that's not relevant, either from the perspective of a longterm investor nor of a trader. Its nothing but noise.

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#OOTT | Weekly API #Oil Inventories (1): *Crude: -5.0M v +1.5M prior (largest draw since Jan 4th) *Cushing inventory: -1.0M v -0.2M prior

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10-year yield back over 2.4%. Had been climbing all day then just spiked up on Yellen t.co/e7ztClxp2z t.co/imlEDPUYRW

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