Markt -Update 24. Februar

Markt-Update 24. Februar 2017

EU Aktien haben am Donnerstag negativ performt, US-Aktienmärkte schlossen gemischt ab, der Nikkei schließt die Asien-Session am Freitag erneut negativ ab, Chinas Börsen performten ebenfalls weiterhin negativ, US-Dollar verliert, Gold gewinnt, Ölpreis weiterhin seitwärts.

Vortag

DAX: -0,42 %

EU STOXX 50: -0,16 %

Sektoral betrachtet gehörten in der EU Telekommunikation, Medien, Immobilien sowie Financial Services zu den Gewinnern. Von insgesamt neunzehn beobachteten Sektoren waren neun Verlierer darunter Rohstoffe, Banken, Chemie sowie Bau und Infrastruktur.

Vortag

S&P 500: +0,04 %

DJIA: +0,17 %

NASDAQ 100: -0,43 %

Im US-Markt gehörten die Sektoren Pharma, Versorger, Telekommunikation, Öl und Gas sowie Software zu den Gewinnern. Zehn von sechzehn beobachteten Sektoren performten negativ darunter Automobile, Halbleiter, Transport und Airlines.

Vortag

Bund-Future: +0,40 %

Brent: +1,55 %

WTI: +1,42 %

 

Heute

Nikkei225: -0,45 %

Hang Seng: -0,42 %

SSE: -0,01 %

US-Dollar Index: +0,03 %

EURUSD: -0,02 %

Gold: +0,30 %

T-Note Future: +0,02 %

Heutige Konjunkturdaten: USA Verkäufe neuer Häuser (Jan), Baker Hughes Oil RIg Count

 

Marktüberblick

  • EU-Aktien kriegen am Donnersteg keine positiven Impulse um auf neue Hochs zu steigen und fallen zurück. Der etwas stärkere Euro belastet dabei den DAX-Index. Konjunkturdate fallen weiterhin solide aus. Das Gfk Verbrauchervertrauen fällt nur leicht unter den Erwartungen aus, das BIP-Wachstum per Q4 2016 entwickelt sich mit 1,2 % Wachstum auf Jahresbasis erwartungsgemäß. Politisch betrachtet war die Erleichterung an den Märkten größtenteils nur kurzfristig. Le Pen scheint ihren Vorsprung für die Vorwahlrunde weiter auszubauen. Das belastete zusätzlich, wie auch an den Anleihemärkten zu erkennen ist. Auch in Italien scheint sich immer mehr etwas zusammen zu brauen. Die Europäische Kommission macht erneut Druck im Zusammenhang der Verschuldung. Diese scheint sich entgegen den Vereinbarungen in die falsche Richtung zu bewegen. Insgesamt kann man wohl dem europäischen Aktienmarkt Schwäche hinsichtlich der Marktbreite attestieren, was aber nun auch zunehmend für den US-Markt gilt.
  • US-Indizes verzeichnen am Donnerstag zwar überwiegend positive Ergebnisse, jedoch nimmt die Marktbreite immer weiter ab. Vor allem defensive Titel stehen auf der Liste der Anleger. Transport-Aktien geben nach, Technologie-Aktien (Dow Jones US Technology Index) geben gestern erstmals seit 15 Tagen ab. Sollte nun der Finanzsektor sein Momentum ebenfalls verlieren, könnte es das erste Signal in Richtung Korrektur sein. Hier sollte nun Obacht erfolgen. Dennoch, der Dow Jones Industrial Average verzeichnete gestern den zehnten Tag in Folge einen Gewinn, noch vier Tage und es wäre der längste Zeitraum seit 1897. Politisch betrachtet scheint sich ebenfalls etwas zu tun. Treasury Secretary Mnuchin hielt eine Rede und deutete an, dass der Infrastrukturplan sich in das Jahr 2018 verschieben könnte. Infrastruktur Aktien gaben in Folge dessen nach. Was die Steuerreformen angeht so gab es keine klaren Aussagen. Mnuchin hat zwar Steuerreformen nicht ausgeschlossen, allerdings rechnet er damit, dass sie möglicherweise erst im August durch den Kongress kommen. Was die Importzölle angeht, gab es ebenfalls keine klaren Linien. Im Allgemeinen liegt nun Obamacare im Fokus, was Anleger etwas enttäuschen könnte. Trump hält am Dienstag seine erste, ernst zu nehmende Rede seit der Vereidigung. Sollte er seiner Ankündigung über die Planung einer „phänomenalen“ Steuerreform“ nicht genügend Ausdruck verleihen, besteht ein hohes Enttäuschungspotential für den Aktienmarkt.
  • Asiatische Börsen perfomten am Freitag negativ. Der stärkere japanische Yen drückt den Nikkei nach wie vor in seine Konsolidierungszone zurück. Der stärkere Yuan belastet die chinesischen Börsen.
  • US-Dollar (USDX) hat auf Tagesbasis, wie von mir erwartet eine Top-Bildung vollzogen, die aber aus der markttechnischen Perspektive noch nicht bestätigt worden ist. Der EURUSD-Kurs erholte sich weiter, nachdem er bereits am Mittwoch mit den guten Nachrichten aus Frankreich, einen abrupten Erholungsschub erfahren hat. Das FOMC-Protokoll scheint, auch wenn eigentlich kaum wichtig nach der hawkischen Rede von Jennet Yellen, ein wenig unterstützend zu sein. Mnuchin hat sich weiterhin kaum klar zu der Währungspolitik positioniert. Hier schaut alles, wie auch im Falle des Aktienmarktes, auf die Rede des Präsidenten. Werden keine Importzölle angekündigt, könnte der US-Dollar einen Abverkauf erfahren.  Der EURUSD-Kurs erreicht gestern die kurzfristige, technische Abwärtstrendlinie. Kann er über 1,060 US-Dollar je Euro steigen, besteht weiteres Erholungspotential.
  • Kurse für deutsche Bundesanleihen erholen sich nach dem kurzen Absacker am Mittwoch. Der Bund-Future überwindet erneut die Kurszone bei 165,50 Punkten und deutet damit an, dass das Risiko noch nicht ganz ausgestanden zu sein scheint. Unterstützt wird dieser Umstand zusätzlich durch die Erholung bei den T-Note Futures. Auch diese haben gestern deutlich zugelegt und notieren über 125 Punkten, aber immer noch innerhalb der Konsolidierungszone. Kurse über 125,60 Punkten würden einen technischen Ausbruch andeuten.
  • Gold hat erneut bewiesen, dass es mit Hilfe der relativen Stärke auch ein kurzfristiger Indikator für einen schwächeren US-Dollar sein kann. Es fluktuierte die ganze Zeit in Folge eines anziehenden US-Dollars nur leicht abwärts, baut aber den Gewinn gestern mit der Top-Bildung im US-Dollar Index aus und überwindet den 200-Wochenwiderstand. Ob hier erhöhte Risiken eine Rolle spielen kann man nicht genau beantworten. Im Falle von erhöhten Risiken korrelieren der Goldpreis und der US-Dollar, kurzfristig betrachtet positiv zueinander. Das ist aktuell, wie es aussieht nicht der Fall.
  • Öl (WTI) wagt gestern einen erneuten Ausbruch aus der Range, kann aber dennoch keine Nachhaltigkeit beweisen und fällt zurück. Die EIA-Bestände zeigen einen leichten Aufbau. Den fünften in Folge, nachdem der API-Bericht am Mittwoch, den seit fünf Wochen ersten, leichten Abbau der Bestände verzeichnete. Alle anderen Bestände wie Benzin oder Destillate haben einen Abbau in beiden Berichten verzeichnet. Im Allgemeinen folgt der Auf-bzw. Abbau dem 10-jährigen saisonalen Muster, was auch, neben den OPEC- Gerüchten der Grund dafür sein könnte, warum der Ölpreis auf die erhöhten Bestände kaum negativ reagiert. Die Gesamtbestände notieren derweil seit April letzten Jahres auf dem Höchststand.

Markt-Update 23. Februar

Markt-Update 23. Februar 2017

EU Aktien haben am Mittwoch leicht positiv performt, US-Aktienmärkte schlossen kaum verändert bis leicht negativ ab, der Nikkei schließt die Asien-Session am Donnerstag ebenfalls leicht negativ ab, Chinas Börsen performten negativ, US-Dollar legt nur leicht zu, Gold erneut kaum verändert, Ölpreis weiterhin seitwärts.

Vortag

DAX: +0,26 %

EU STOXX 50: 0,00 %

Sektoral betrachtet gehörten in der EU persönliche Haushaltsgüter, Lebensmittel und Getränke, Telekommunikation sowie Technologie zu den Gewinnern. Von insgesamt neunzehn beobachteten Sektoren waren zehn Verlierer darunter Rohstoffe, Öl und Gas, Industrie, Reisen und Freizeit.

Vortag

S&P 500: -0,11 %

DJIA: +0,16 %

NASDAQ 100: -0,09 %

Im US-Markt gehörten die Sektoren Chemie, Internet, PC Hardware, Versorger und Technologie zu den Gewinnern. Neun von sechzehn beobachteten Sektoren performten negativ darunter Goldminen, Öl und Gas, Transport und Biotechnologie.

Heute

Nikkei225: -0,04 %

Hang Seng: -0,33 %

SSE: -0,30 %

US-Dollar Index: +0,03 %

EURUSD: -0,02 %

Gold: -0,09 %

Bund-Future: -0,01 %

T-Note Future: +0,02 %

Brent: +1,23 %

Heutige Konjunkturdaten: JAP Index der gesamtwirtschaftlichen Aktivität (Dez), Führender Wirtschaftsindex (Dez), DE GFK Verbrauchervertrauen (Mrz), BIP (Q4), CHF Industrieproduktion (Q4), USA Chicago FED Aktivitätsindex (Jan), Erst- und Folgeanträge auf AH, FED Lockhardt (Taube) spricht, Immo-Preisindex (Dez), EIA Rohölbestände, AUD RBA Lowe spricht.

  

Marktüberblick

  • EU-Aktien entwickeln sich gemischt. Der DAX-Index kann seine Stabilität vom Vortag fortsetzen, während der TecDAX ein wenig zurück fällt. Nachdem der TecDAX jedoch einen deutlichen Vorsprung aufbauen konnte, sollte das zunächst nicht überbewertet werden. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist per Februar über den Erwartungen ausgefallen und dürfte damit den negativen Wert per Januar revidiert haben. Der Ifo-Index ist ein höchst emotionaler Indikator. Er neigt dazu im Rahmen bestimmter Ereignisse wie etwa dem Brexit oder der Vereidigung des neuen US-Präsidenten negativ auszuschlagen. Er hat somit wirtschaftlich gesehen nur geringfügig Aussagekraft. Heute stehen einige wichtige Unternehmen auf der Liste der Berichtsveröffentlichungen an sowie das Gfk Verbrauchervertrauen, das per März leicht unter den Erwartungen ausgefallen ist.
  • US-Indizes verzeichnen am Mittwoch erstmals seit letzte Woche Donnerstag leichte Schwäche. Es wird nun interessant zu sehen, ob sich das Ende der Berichtssaison auf die Kurse auswirkt. Tesla hat Zahlen vorgelegt und erwägt eine Kapitalerhöhung zudem ist der Verlust per Q4 zwar verringert worden aber nicht in dem Maße in dem die Schätzungen lagen. Am Häusermarkt scheint die Lage in den USA weiterhin stabil zu sein. Verkäufe bestehender Häuser stiegen im Januar mit 3,3 % deutlich über den Erwartungen von 1,1 %.
  • Asiatische Börsen perfomten am Donnerstag negativ. Der Nikkei Index unternahm zwar zunächst einen erneuten Anlauf in Richtung Konsolidierungsausbruch, allerdings wollte der japanische Yen nicht mitspielen und entkoppelte sich sogar zeitweise vom starken US-Dollar. Er gab also nicht genügend nach um den Nikkei zum Ausbruch zu bewegen. In Folge brach der Index wieder ein. Der Grund könnte sein, dass die BoJ zuvor einen weiteren Zinsschritt durch Aussagen unwahrscheinlich gemacht hatten. Die Chinesischen Börsen tendieren am Donnerstag deutlich zur Schwäche und das obwohl die letzten Konjunkturdaten nicht schlecht waren.
  • US-Dollar (USDX) hat gestern keinen Fuss in die Tür bekommen. Das Hoch im US-Dollar Index aus der letzten Woche bei 101,80 Punkten, konnte bisher nicht überwunden werden. Damit sollte nun ein Augenmerk auf eine mögliche Top-Bildung gelegt werden. Der EURUSD-Kurs stagnierte in Richtung der von uns anvisierten Unterstützungszone, nachdem Anleihekurse für deutsche Bundesanleihen zulegten und die aus den Risikoländern wie Frankeich und Italien weiter einbrachen. Die Unterstützungszone zwischen 1,045-1,048 US-Dollar je Euro, konnte allerdings nicht unterschritten werden, vor allem, weil sich politisch betrachtet einiges in Frankreich getan hat. Der Euro erholte sich abrupt mit der Nachricht, dass Präsidentschaftskandidat Macron durch eine politische Koalition Unterstützung bekommt, die er auch wohlwollend annahm. Das FOMC-Protokoll ergab wie erwartet kaum Neues, allerdings gab es einige Sätze in denen über die Unsicherheit zum starken US-Dollar diskutiert wurde. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im März ist somit leicht gefallen und unterstützte die Euro-Erholung.
  • Kurse für deutsche Bundesanleihen erholen sich gestern zunächst mit einem fallenden Euro weiter. Die Auktion für Bundesanleihen ergibt eine Verzinsung von 1,04 % nach 1,20 %, was auf eine rege Nachfrage hindeutet. Der Bund-Future stürzt jedoch kurzfristig mit der oben genannten Nachricht zur französischen Politik ab. Heute Morgen steuert er erneut den Kursbereich von 165 Punkten an, bleibt jedoch weiter schwach, sofern sich auch der Euro erholt. Die T-Note Future Kurse erholen sich weiter.
  • Gold und Silber bleiben weiterhin kaum verändert.
  • Öl (WTI) kann seine bullische Bewegung zunächst nicht fortsetzen. Auch das technische Meeting der OPEC hat bisher keine nennenswerten Ergebnisse hervorgebracht. Der API-Rohölbericht verzeichnete einen Abbau bei den Öl-Beständen, den ersten in den letzten fünf Wochen. EIA-Bestände sind heute im Fokus.


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